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Blackout-Vorbereitung: Wenn der Strom ausfällt

Kompletter Ratgeber zur Vorbereitung auf einen längeren Stromausfall. Ausrüstung, Verhaltenstipps und Checklisten.

12 Min. LesezeitAktualisiert: 14. Februar 2026

Was ist ein Blackout?

Ein Blackout ist ein großflächiger, länger andauernder Stromausfall. Anders als kurze Unterbrechungen kann ein Blackout Stunden, Tage oder sogar Wochen dauern.

Sofortige Auswirkungen

Wenn der Strom ausfällt, funktioniert fast nichts mehr:

  • Beleuchtung - Keine Lampen, keine Straßenbeleuchtung
  • Heizung - Die meisten Heizungen brauchen Strom für Pumpen/Steuerung
  • Kühlschränke/Gefriertruhen - Lebensmittel verderben
  • Kommunikation - Internet, TV, nach einigen Stunden auch Mobilfunk
  • Geldautomaten - Keine Bargeldabhebung möglich
  • Tankstellen - Keine Kraftstoffversorgung
  • Supermärkte - Geschlossen (keine Kassen, keine Kühlung)
  • Wasserversorgung - Pumpen fallen aus (besonders in Hochhäusern)
  • Krankenhäuser - Nur Notbetrieb mit Generatoren

Die ersten 4 Stunden

Sofort tun:

  1. Ruhe bewahren - prüfen, ob es ein lokaler oder größerer Ausfall ist
  2. Taschenlampen bereitstellen (keine Kerzen in Hektik!)
  3. Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten
  4. Batterie-/Kurbelradio einschalten für Informationen
  5. Handy-Akku schonen (Flugmodus, keine unnötigen Apps)

Nicht tun:

  • Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen
  • Gefriertruhe öffnen ("Mal schauen ob alles okay ist")
  • Generator in geschlossenen Räumen betreiben
  • Panik verbreiten

Ausrüstung für den Blackout

Beleuchtung (Priorität 1)

  • LED-Taschenlampen - Mindestens 2 pro Haushalt
  • Stirnlampen - Hände frei für Arbeiten
  • LED-Laternen - Für Raumbeleuchtung
  • Ersatzbatterien - Reichlich vorrätig
  • Kerzen + Streichhölzer - Als Backup

Kommunikation (Priorität 2)

  • Kurbelradio mit USB-Ausgang - Information + Handy laden
  • Powerbank - Mindestens 20.000 mAh
  • Solar-Ladegerät - Für längere Ausfälle

Wärme (Priorität 3 im Winter)

  • Schlafsäcke - Komfortbereich unter 0°C für Extremfälle
  • Warme Decken - Mehrere pro Person
  • Handwärmer - Aktivierbar ohne Strom
  • Petroleumofen - NUR mit Sicherheitsvorkehrungen!

Kochen (Priorität 4)

  • Campingkocher - Mit ausreichend Gaskartuschen
  • Kochtöpfe für Camping
  • Grill - NUR im Freien!
  • Wasserkanister - Falls Wasserversorgung ausfällt

Lebensmittel bei Stromausfall

Kühlschrank

  • Bleibt etwa 4-6 Stunden kalt (nicht öffnen!)
  • Danach schnell verderbliche Lebensmittel zuerst verbrauchen

Gefriertruhe

  • Bleibt 24-48 Stunden kalt (je nach Füllstand)
  • Vollere Truhen halten länger kalt
  • NICHT öffnen, außer unbedingt nötig

Was zuerst essen?

  1. Frische Lebensmittel (Obst, Gemüse, Milchprodukte)
  2. Aufgetautes aus dem Gefrierschrank
  3. Kühlschrankinhalt
  4. Erst dann an Konserven und Trockenvorräte

Wasser bei Stromausfall

Kurzfristig (1-2 Tage)

  • Wasser aus dem Hahn funktioniert meist noch
  • Badewanne/große Behälter füllen!

Länger (2+ Tage)

  • Wasservorrat nutzen (20L pro Person für 10 Tage)
  • Toilettenspülung: Wasser in Eimern bereitstellen
  • Wasserfilter für Notfälle (Sawyer, Katadyn)

Heizung ohne Strom

NIEMALS:

  • Grill oder Campingkocher zur Raumheizung nutzen
  • Generator im Haus betreiben
  • Kerzen als Hauptwärmequelle nutzen

Sichere Alternativen:

  • Petroleumofen mit CO-Melder und Lüftung
  • Holzofen (falls vorhanden)
  • Viele Decken + einen Raum warm halten
  • Körperwärme - Zusammen in einem Raum schlafen

Stromversorgung überbrücken

Powerbanks

  • Für Handy, Stirnlampen
  • 20.000-50.000 mAh empfohlen

Solargeneratoren

  • Tragbare Powerstations (Jackery, EcoFlow, Bluetti)
  • Mit Solarpanels kombinierbar
  • Für Kühlschrank, Licht, Kommunikation

Benzin-/Diesel-Generator

  • NUR im Freien betreiben!
  • Benzin-Vorrat beachten
  • Lautstärke bedenken

Die ersten 24 Stunden überstehen

Checklist für die erste Nacht:

  • Alle Familienmitglieder sicher?
  • Taschenlampen/Laternen bereit?
  • Radio an - aktuelle Informationen?
  • Kühlschrank/Gefriertruhe geschlossen?
  • Kerzen nur unter Aufsicht?
  • Wärmste Zimmer identifiziert?
  • Wasser in Behältern gesammelt?
  • Handy geladen/Powerbank bereit?
  • Nachbarn informiert/geholfen?

Nach dem Blackout

Vorsicht beim Wiederhochfahren:

  • Nicht alle Geräte gleichzeitig einschalten
  • Gefriertruhe sofort prüfen
  • Bei Verdacht auf verdorbene Lebensmittel: entsorgen
  • Wasserleitungen auf Lecks prüfen

Fazit

Ein Blackout ist eine ernste Situation, aber mit guter Vorbereitung absolut beherrschbar. Die wichtigsten Säulen:

  1. Licht - LED-Taschenlampen und Batterien
  2. Information - Kurbelradio
  3. Wärme - Schlafsäcke und Decken
  4. Wasser - 20 Liter pro Person
  5. Essen - Haltbare Lebensmittel für 10 Tage

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